Gramag AGProjekt besprechen
Förderstrecke mit Kartons, Pufferbereich und Steigförderer in einer Verpackungslinie

Individuelle Materialflusslösungen

Wenn Produkt, Prozess und Infrastruktur die Lösung bestimmen

Materialflusssysteme für industrielle Produktions- und Verpackungsprozesse: Fördertechnik, Produkthandling, Steuerung und bestehende Maschinen werden zu einer abgestimmten Gesamtlösung verbunden. Gramag übernimmt die Analyse, Integration und Betreuung in der Schweiz.

Prozessanalyse | Engineering | Integration | Schweizer Service

Kurz erklärt

Gramag unterstützt Industrieunternehmen bei individuell ausgelegten Materialflusslösungen. Dazu gehören Fördern, Puffern, Zusammenführen, Verteilen, Sortieren, Heben, Drehen und die Integration unterschiedlicher Maschinen und Steuerungen.

Eine individuelle Materialflusslösung verbindet Maschinen, Produkte, Fördertechnik, Steuerung und Infrastruktur zu einem abgestimmten Gesamtsystem. Die Anlage wird nicht lediglich aus Standardmodulen zusammengestellt: Transportwege, Puffer, Übergaben, Höhen, Geschwindigkeiten, Produktführung und Steuerung werden auf die konkrete Anwendung abgestimmt. Modulare Intralogistik eignet sich dagegen für wiederkehrende, standardisierbare Aufgaben – beide Ansätze lassen sich kombinieren.

01 / Problemverständnis

Industrieller Materialfluss ist mehr als eine Förderstrecke

Wenn mehrere Maschinen, Produkte und Prozessschritte zusammenwirken, beeinflusst der Materialfluss die Leistung der gesamten Linie. Übergaben, Geschwindigkeiten, Puffer, Steuerungen, Produktausrichtung und räumliche Bedingungen müssen gemeinsam betrachtet werden.

Typische Herausforderungen

  1. 01Eine Maschine produziert schneller als die nächste
  2. 02Kleine Störungen stoppen die gesamte Linie
  3. 03Produkte müssen vor einem Prozess gepuffert werden
  4. 04Mehrere Linien liefern an eine gemeinsame Verpackung
  5. 05Produkte müssen auf verschiedene Linien verteilt werden
  6. 06Unterschiedliche Höhen müssen verbunden werden
  7. 07Produkte verändern ihre Orientierung
  8. 08Vorhandene Maschinen haben unterschiedliche Schnittstellen
  9. 09Gebäudestrukturen begrenzen die Linienführung
  10. 10Branchenspezifische Anforderungen müssen berücksichtigt werden

02 / Vorgehen

Ein Materialflusskonzept, das den gesamten Prozess berücksichtigt

01

Produkt verstehen

Abmessungen, Gewicht, Oberfläche, Stabilität, Empfindlichkeit, Orientierung und Varianten werden analysiert.

02

Prozess verstehen

Leistung, Takt, Pufferbedarf, Übergaben, Störungen und Folgeprozesse werden erfasst.

03

Infrastruktur integrieren

Bestehende Maschinen, Hallenlayout, Höhen, Zugänge, Medien und Sicherheitsbereiche fliessen in die Planung ein.

04

Langfristigen Betrieb sichern

Gramag unterstützt Inbetriebnahme, Service, Wartung, Ersatzteile und spätere Optimierungen.

03 / Funktionen

Materialflussfunktionen als abgestimmtes System

  • F01

    Fördern

    Produkte, Verpackungen, Behälter oder Trays kontrolliert zwischen Prozessschritten transportieren.

  • F02

    Puffern und Akkumulieren

    Unterschiedliche Liniengeschwindigkeiten ausgleichen und kurze Unterbrechungen entkoppeln.

  • F03

    Zusammenführen

    Mehrere Produktströme kontrolliert in einen gemeinsamen Prozess überführen.

  • F04

    Verteilen

    Einen Produktstrom auf unterschiedliche Linien, Bearbeitungsstationen oder Verpackungsprozesse aufteilen.

  • F05

    Sortieren

    Produkte anhand definierter Kriterien einem geeigneten Prozessweg zuordnen.

  • F06

    Heben und Senken

    Höhenunterschiede innerhalb einer Linie oder Produktionsumgebung überwinden.

  • F07

    Drehen und Kippen

    Produkte oder Verpackungen in die für den Folgeprozess erforderliche Orientierung bringen.

  • F08

    Ausrichten und Positionieren

    Produkte lagegerecht und mit definierten Abständen an den Folgeprozess übergeben.

  • F09

    Ein- und Ausschleusen

    Produkte gezielt in einen Prozess einführen oder aus einer Linie entfernen.

  • F10

    Tray-Handling

    Trays bereitstellen, transportieren, verteilen oder in einen Prozess integrieren.

Die technische Eignung jeder Funktion hängt von Produkt, Leistung, Umgebung und Gesamtprozess ab.

04 / Linienintegration

Maschinen, Fördertechnik und Steuerung verbinden

Eine integrierte Materialflusslösung benötigt definierte mechanische, elektrische und steuerungstechnische Schnittstellen.

Steuerung, Signale und Kommunikationsschnittstellen werden projektspezifisch mit den beteiligten Maschinen- und Technologiepartnern definiert.

Was im Schnittstellenkonzept geklärt wird

  • Produkteingang und Produktausgang
  • Förderhöhen
  • Geschwindigkeiten
  • Takt und Linienleistung
  • Signalaustausch
  • Start- und Stoppverhalten
  • Stau- und Fehlermeldungen
  • Betriebsarten
  • Sicherheitskreise
  • Bedienkonzept
  • Linienzustände
  • Wartungszugänge
  • Reinigungszugänge
  • Notfall- und Wiederanlaufkonzept

05 / Lebensmittel

Materialflusslösungen für Lebensmittelprozesse

Lebensmittelprodukte und ihre Verpackungen stellen je nach Anwendung besondere Anforderungen an Produktführung, Materialauswahl, Reinigung, Zugänglichkeit und Linienverfügbarkeit.

Mögliche Projektanforderungen

  • verpackte oder unverpackte Produkte
  • empfindliche Produkte
  • unterschiedliche Formate
  • häufige Produktwechsel
  • Reinigungszugänge
  • geeignete Materialien und Oberflächen
  • schonende Produktführung
  • Pufferung vor Verpackungsprozessen
  • Linienausgleich
  • kontrollierte Übergaben
  • Umgebungsbedingungen

Anforderungen an Hygiene, Reinigbarkeit, Materialauswahl und Lebensmittelkontakt werden projektspezifisch aufgenommen. Eine konkrete Eignung oder Konformität kann erst nach technischer Prüfung bestätigt werden.

Lebensmittelprozess besprechen

06 / Pharma und Healthcare

Materialflusslösungen für Pharma und Healthcare

Pharma- und Healthcare-Prozesse können erhöhte Anforderungen an Dokumentation, kontrollierte Übergaben, Produktidentifikation, Benutzerkonzepte und reproduzierbare Linienzustände stellen.

Mögliche Projektanforderungen

  • kontrollierte Produktübergabe
  • definierte Linienzustände
  • Chargen- und Produktwechsel
  • Integration von Prüf- und Kennzeichnungssystemen
  • Benutzer- und Zugriffskonzepte
  • strukturierte Dokumentation
  • Rückverfolgbarkeitsanforderungen
  • Qualifizierungsunterlagen
  • Validierungsanforderungen
  • Reinigungs- und Zugangsanforderungen

Regulatorische Anforderungen werden im Projekt definiert und mit der vorgesehenen technischen Ausführung abgeglichen. Eine pauschale Konformitätsaussage ist ohne diese Prüfung nicht möglich.

Pharmaanwendung prüfen lassen

07 / Weitere Industrien

Individuell für Produkt und Branche

Die Lösung wird nicht allein nach der Branche, sondern nach Produkt, Prozess, Umgebung und betrieblichem Ziel ausgelegt.

  • Kosmetik
  • Konsumgüter
  • Verpackungsindustrie
  • Chemie
  • Technische Produkte
  • Elektronik
  • Montage
  • Medizinaltechnik
  • Non-Food

08 / Lösungsfinder

Welche Funktionen benötigt Ihr Materialfluss?

Fünf Fragen geben eine erste Orientierung. Die Auswahl wird Ihrer Anfrage beigefügt.

  1. Frage 1

    Was soll transportiert werden?

  2. Frage 2

    Welche Funktionen werden benötigt?

    Mehrfachauswahl
  3. Frage 3

    Welche Systeme sollen verbunden werden?

    Mehrfachauswahl
  4. Frage 4

    Welche Integration wird benötigt?

    Mehrfachauswahl
  5. Frage 5

    Welche Branche beschreibt die Anwendung?

09 / Projektablauf

Vom Prozessverständnis zur integrierten Anlage

  1. 01

    Prozess aufnehmen

    Produkte, Mengen, Maschinen, Wege, Takte, Störungen und betriebliche Ziele werden analysiert.

  2. 02

    Anforderungen definieren

    Leistung, Puffer, Übergaben, Orientierung, Steuerung und branchenspezifische Anforderungen werden beschrieben.

  3. 03

    Layout und Konzept entwickeln

    Fördertechnik, Funktionen, Linienführung und Schnittstellen werden zu einem Gesamtkonzept verbunden.

  4. 04

    Technik abstimmen

    Gramag koordiniert die beteiligten Maschinen-, Komponenten- und Steuerungspartner.

  5. 05

    Projektrealisierung begleiten

    Fertigung, Abnahme, Lieferung, Montage und Integration werden geplant und koordiniert.

  6. 06

    Inbetriebnahme durchführen

    Mechanik, Steuerung, Signale und Prozessabläufe werden gemeinsam getestet.

  7. 07

    Mitarbeitende schulen

    Bedienung, Formatwechsel, Reinigung, einfache Wartung und Störungsbehebung werden vermittelt.

  8. 08

    Betrieb betreuen

    Service, Ersatzteile, Wartung, Umbauten und Optimierungen sichern den langfristigen Betrieb.

10 / Technologiepartner

Individuelle Technik als Teil der Gramag-Lösung

Für komplexe Materialfluss- und Handhabungsaufgaben setzt Gramag unter anderem auf Lösungen von M.H. Material Handling. Das verfügbare Technologiespektrum unterstützt unter anderem Fördern, Puffern, Zusammenführen, Sortieren, Verteilen, Heben, Drehen und Produkthandling.

Die Anwendungsberatung, technische Abstimmung, Projektintegration und lokale Betreuung liegen bei Gramag.

Leistungsumfang Gramag

  • Ist-Analyse
  • Prozessaufnahme
  • Anforderungsdefinition
  • Produkt- und Transportgutanalyse
  • Materialflusskonzept
  • Layoutplanung
  • Schnittstellendefinition
  • Technologieauswahl
  • Steuerungs- und Signalschnittstellen
  • Sicherheitskonzept mit den Projektpartnern
  • Projektmanagement
  • Koordination der Lieferanten
  • Installation und Integration
  • Inbetriebnahme
  • Schulung
  • Produktionsbegleitung
  • Service
  • Ersatzteile
  • Wartung
  • Umbau und Optimierung

11 / Modular und individuell

Individuelle Hauptprozesse, flexible Nebenbereiche

Nicht jedes Element einer Industrieanlage muss kundenspezifisch entwickelt werden. Standardisierte Module können dort eingesetzt werden, wo sie technisch und wirtschaftlich sinnvoll sind. Individuelle Technik kommt dort zum Einsatz, wo Produkt, Prozess, Infrastruktur oder Steuerung eine spezifische Lösung erfordern.

Modulare Intralogistik ansehen

Beispiel einer kombinierten Anlage

  • individuell ausgelegte Hauptförderstreckeindividuell
  • kundenspezifische Pufferungindividuell
  • integrierte Liniensteuerungindividuell
  • modulare Packplätzemodular
  • standardisierte Auslaufrollenbahnenmodular
  • erweiterbare Endverpackungsmodulemodular

12 / Warum Gramag

Internationale Technologie mit Schweizer Projektverantwortung

13 / FAQ

Häufige Fragen zu individuellen Materialflusslösungen

Was ist eine individuelle Materialflusslösung?

Eine individuelle Materialflusslösung wird auf Produkt, Prozess, Leistung, Infrastruktur und Schnittstellen eines Unternehmens abgestimmt. Fördertechnik, Produkthandling und Steuerung werden als zusammenhängendes System geplant.

Wann ist eine individuelle Lösung sinnvoll?

Sie ist sinnvoll, wenn mehrere Maschinen integriert, Produktströme gepuffert oder verteilt, Höhenunterschiede überwunden oder Steuerungs- und Branchenanforderungen vollständig berücksichtigt werden müssen.

Können bestehende Maschinen integriert werden?

Grundsätzlich ja. Gramag prüft mechanische, elektrische, steuerungstechnische und sicherheitsbezogene Schnittstellen sowie Zustand und Dokumentation der vorhandenen Maschinen.

Kann die vorhandene Infrastruktur berücksichtigt werden?

Ja. Layout, Hallenhöhen, Stützen, Zugänge, Wege, Medien und bestehende Maschinen werden in die Projektaufnahme einbezogen.

Kann eine individuelle Lösung auch standardisierte Module enthalten?

Ja. Gramag prüft, wo Standardmodule ausreichen und wo eine kundenspezifische Lösung erforderlich ist.

Sind Lösungen für Lebensmittel möglich?

Ja. Anforderungen an Produktführung, Reinigung, Materialien, Zugänglichkeit und Umgebung müssen für die konkrete Anwendung definiert und geprüft werden.

Sind Lösungen für Pharma möglich?

Ja. Dokumentations-, Qualifizierungs-, Validierungs- und Rückverfolgbarkeitsanforderungen müssen projektspezifisch festgelegt und mit der technischen Ausführung abgestimmt werden.

Übernimmt Gramag die Steuerungstechnik?

Gramag berücksichtigt Steuerungs- und Signalschnittstellen im Gesamtkonzept und koordiniert die Umsetzung mit den beteiligten Technologie- und Steuerungspartnern. Der konkrete Umfang wird im Projekt definiert.

Wie beginnt ein Projekt?

Das Projekt beginnt mit einer strukturierten Aufnahme von Produkt, Prozess, Layout, Maschinen, Leistung, Schnittstellen und branchenspezifischen Anforderungen.

14 / Anfrage

Ihr Produktionsprozess bestimmt die Lösung

Zeigen Sie uns Produkt, Linienlayout, Maschinen und gewünschte Leistung. Gramag entwickelt daraus ein integriertes Materialflusskonzept und begleitet die Umsetzung bis zum langfristigen Betrieb.

Schritt 1: Kontakt